OpenAI macht einen neuen kommerziellen Schritt und startet ein Werbeprogramm für die beliebte KI-Plattform ChatGPT. Um dabei Datenschutzbedenken zu adressieren, hat das Unternehmen seine Richtlinien überarbeitet und kommuniziert transparente Grenzen für die Datennutzung.
Das neue Werbemodell setzt auf sogenanntes Kontext-Targeting, bei dem Anzeigen basierend auf dem unmittelbaren Kontext einer Nutzer-Session geschaltet werden. Dabei verspricht OpenAI ausdrücklich, dass Anzeigenplatzierungen nicht auf den gesamten historischen Chat-Verlauf eines Nutzers zugreifen. Diese Einschränkung ist ein wichtiges Datenschutzsignal, da sie verhindert, dass Werbenetzwerke ein detailliertes Profil über längerfristige Nutzerinteressen aufbauen können.
Für Geschäftskunden und KMU sind solche Plattform-Entscheidungen relevant: Viele Unternehmen nutzen ChatGPT für Kundenkommunikation, Content-Erstellung oder interne Prozessoptimierung. Wenn vertrauliche Geschäftsinformationen in Prompts eingegeben werden, ist es wichtig zu verstehen, wie diese Daten geschützt sind. OpenAIs Zusage, dass nur unmittelbarer Kontext für Werbung genutzt wird, bietet gewisse Sicherheit für vertrauliche Inhalte, die in einzelnen Sessions eingegeben werden.
Unternehmen sollten aber weiterhin prüfen, welche Informationen sie in öffentliche KI-Tools eingeben. Sensible Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten oder Finanzinformationen gehören nicht in ChatGPT. Für solche Anwendungsfälle bieten sich alternative Lösungen wie selbstgehostete oder unternehmenseigene KI-Plattformen an. OpenAIs Transparenzmassnahmen bei der Werbefinanzierung sind dennoch ein positives Zeichen für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Nutzerdaten in KI-Produkten.
